Kategorie: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Schul-T-Shirts und ein Patenonkel

Schul-T-Shirts und ein Patenonkel

Gerade erst am Montagabend vom Meer zurück gekehrt, gab es am Dienstag, den 12.07.2022 ein weiteres Highlight für unsere Schulgemeinschaft: Ein „Freundschaftsfest“ mit Liedern und Tänzen anlässlich der Aufnahme unserer Schule in das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Um das zu feiern und unser WIR-Gefühl und unseren Zusammenhalt als Gemeinschaft auch nach außen darzustellen, haben wir Schul-T-Shirts mit einem passenden Bild („Vielfalt zeigen“) anfertigen lassen.

Ein großes Dankeschön geht an das Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (vertreten durch die Stadt Bramsche) und unseren Förderverein, die den Kauf der T-Shirts ermöglicht haben. 

Mit dem Eintritt in das Netzwerk steht unserer Schule hat nun auch ein „Patenonkel“ (O-Ton Herr Hoppe) zur Seite: der Künstler Mika Springwald. Dieser nahm gemeinsam mit Stefanie Uhlenkamp und Ese Altintas von „Demokratie leben!“ an unserem kleinen Fest teil. Es gab sogar Geschenke für Klein und Groß:

Und was gehört noch zu einer guten Feier? Na klar: Eis für alle!

Die offizielle Veranstaltung mit vielen geladenen Gästen wird nach den Sommerferien stattfinden. Ein Termin steht noch nicht fest. 

 

Das gefällt mir, das muss aufhören – Klassenrat in der Klasse 2b

Das gefällt mir, das muss aufhören – Klassenrat in der Klasse 2b

Im Schulalltag und im täglichen Zusammensein beschäftigen sich die Kinder der Klasse 2b häufig mit sozialen Fragen. Manchmal gibt es Streit und eine Lösung muss her. Manchmal haben die Kinder gute Ideen, wie es in unserer Klasse noch besser laufen könnte oder was wir noch verändern könnten. Aber immer wieder kommt es zu Situationen, die Raum und Zeit brauchen, um gemeinsam besprochen zu werden.

Da unsere Schule eine „Freundschaftsschule“, eine „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ werden möchte, bot es sich umso mehr an, den Kindern diesen Raum fest zu geben und verbindliche Zeiten im Unterrichtsgeschehen zu verankern, in denen alles besprochen werden kann, was unsere Klasse gerade so beschäftigt. Deshalb halten wir in unserer Klasse nun wöchentlich einen Klassenrat ab.

Zunächst musste einmal geklärt werden, was ein Klassenrat überhaupt ist: Hier können alle Themen besprochen werden, die die Klasse betreffen, von Streitigkeiten über Ideen für den Unterricht bis hin zu Wünschen für Ausflügen. Um alle Themen über die Woche zu sammeln, haben wir in unserer Klasse einen schönen Briefkasten aufgestellt, in den die Kinder die ganze Woche über verschiedene Zettel einwerfen können: blaue Zettel mit der Aufschrift „Das gefällt mir“, orange Zettel mit der Aufforderung „Das muss aufhören“ und gelbe Zettel mit dem Satz „Ich habe eine Idee“. Schnell füllt sich wöchentlich der Briefkasten und freitags ist es dann immer so weit: Er wird geleert.

Bevor es das erste Mal losging, haben wir natürlich Regeln für den Klassenrat vereinbart und gemeinsam unterschrieben, wie zum Beispiel, dass jeder Schüler aussprechen darf und wir freundlich zueinander sind, auch wenn wir eine andere Meinung haben.

Jede Woche verteilen wir verschiedene Ämter an die Kinder in unserer Klasse. Der Vorgänger darf jedes Mal seinen Nachfolger bestimmen. Es gibt einen Moderator, einen Schriftführer, einen Zeitwächter, einen Regelwächter und natürlich die übrigen Kinder, die sich im Klassenrat aktiv zu Wort melden, Beschwerden vorbringen, Ideen teilen.

Zu Beginn jedes Klassenrates schauen wir gemeinsam, ob die Vereinbarungen, die wir in der letzten Woche schriftlich festgehalten haben, auch eingehalten wurden oder ob wir noch weiter daran arbeiten müssen. Am Ende jedes Rates stehen neue Vereinbarungen für die kommende Woche. Bisher haben sich die Kinder unter anderem schon vorgenommen, weniger zu streiten, Provokationen von Mitschülern zu ignorieren oder bei Stopp aufzuhören. Auch wollen alle üben, nicht in den Unterricht reinzurufen, sondern sich immer zu melden, was vielen Kindern schon prima gelingt.

Nach der kurzen Zeit, in der wir den Klassenrat nun abhalten, sind die Kinder schon selbstständiger im Klären von Problemen geworden. Auch der Unterricht wird entlastet, wenn es eine feste Zeit gibt, in der mögliche Streitigkeiten oder Unzufriedenheiten geklärt werden können. Somit sind wir schon einen kleinen Schritt weiter auf dem Weg, eine Schule der Freundschaft und des Verständnisses zu werden.

Wahl zum Projekt „Courage zeigen – Demokratie leben“ – Klasse 2a

Wahl zum Projekt „Courage zeigen – Demokratie leben“ – Klasse 2a

Unsere Schule hat sich im Frühling 2022 entschlossen, eine Aufnahme in das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zu beantragen. Für die Aufnahme müssen mindestens 70% der Schulgemeinschaft in einer demokratischen Wahl zustimmen. Kindgerecht wurde die Selbstverpflichtung mit allen besprochen und dann gewählt. 

Die gesamte Klasse 2a ist sich sicher: “Ja wir wollen eine Freundschaftsschule sein und werden.“

„Wir sind Kinder, alle Kinder einer Welt und wir wollen alle glücklich sein! Laden dich doch jetzt ein, lass die Sonne in dein Herz hinein.“ (V. Rosin)

Unser Buchprojekt „Welche Farbe hat die Freundschaft?“ hat uns sehr begeistert und uns dazu angeregt ein eigenes kleines Fingertheaterstück zum Thema Freundschaft auszudenken.