Kategorie: Kooperationen

Felicitas Kunterbunt – Ein Musical über Freundschaft, Frieden, Vielfalt und Toleranz!

Felicitas Kunterbunt – Ein Musical über Freundschaft, Frieden, Vielfalt und Toleranz!

In der heutigen Aufführung ihres Musicals „Felicitas Kunterbunt“ (von Wolfgang Goldstein sowie Axel und Patrick Schulze) begeisterten die Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klasse ein bunt gemischtes Publikum, unter ihnen der Bramscher Bürgermeister Heiner Pahlmann sowie die Heseper Ortsbürgermeisterin Ulrike Fänger. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Mensa nahmen sie die Zuschauer mit auf eine spannende und musikalische Reise um die Welt:

In dieser Reise wohnen in einer Spielzeugtruhe Puppen und Kuscheltiere friedlich zusammen. Bis eines Tages eine neue Mitbewohnerin auftaucht: Felicitas! Die Neue wird schnell ausgegrenzt weil sie bunt, schrill und eine Fremde ist. Felicitas‘ Versuche, in ihrem neuen Heim Freunde zu finden, scheitern an Arroganz, Angst und Missgunst der anderen. Da greift Rabador, der große Zauberer, ins Geschehen ein. Er versperrt die Truhe und damit das Zuhause aller mit einem Zauberschloss. Bald wird klar, dass der passende Schlüssel nicht im Kinderzimmer zu finden ist. So begeben sich Felicitas und Franz Findig, der Detektiv, mit Hilfe eines Zauberbuchs auf eine Reise um die Welt, um von jedem Kontinent der Erde ein Stück für den geheimnisvollen Schlüssel zusammen zu tragen. 

Die Darsteller lernen in Australien ein Känguru kennen, das bekannt für Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft ist. Der Eisbär, der aufgrund des Klimawandels um seinen Lebensraum bangt, hilft Felicitas und den anderen Bewohnern der Truhe trotz seiner Sorgen.
In Amerika erkennen sie, dass „Platz genug ist für alle in unserer Welt, wenn sich keiner über den anderen erhebt und die Menschen friedlich miteinander leben“.
Ein bunter Drache im fernen Osten gibt Felicitas und ihren zukünftigen Freuden einen weisen Rat: „Felicitas, du suchst Antworten für dich und deine zukünftigen Freunde. Doch ist das, was du glaubst suchen zu müssen, denn so wichtig? Sei einfach nur du selbst und geh auf alle zu, die dir begegnen. Ein offenes Herz ist stärker als jede verschlossene Tür. Schau mich an, jede Farbe hat eine Bedeutung und ist ein Symbol für ein Teil unserer Völker. Und siehst du wie viele es sind? Hab Mut und vertraue auf deine Kraft. Harmonie und Schönheit haben ihr zu Hause in der Vielfalt. Die Welt ist bunt und deshalb schön.“
Felicitas erkennt sich dadurch selbst und vertraut ihrer Stärke. Sie ist bunt wie die Welt und genau das macht sie aus. Auch die Bewohner der Truhe haben schon längst angefangen, Felicitas zu mögen und jegliche Angst und Missgunst abgelegt, so dass sie am Ende des Stückes zu echten Freunden geworden sind und gemeinsam des Rätsels Lösung finden.

Die Kinder, Frau Krogmann-Bürgel und Frau Bührmann haben seit dem Herbst 2022 jede Woche für die Aufführungen geprobt. In dieser Zeit wurden Rollen verteilt, Texte und Lieder einstudiert, Ideen zur Umsetzung besprochen, Kostüme gebastelt und Bühnenbilder gestaltet.

Mit Unterstützung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (vertreten durch die Stadt Bramsche) konnte die für die Vorstellungen notwendige Tontechnik angeschafft werden.  

Das Projekt hatte nicht nur das Ziel, ein buntes und unterhaltsames Musical zu präsentieren, sondern sollte auch die Zuschauer und Kinder zum Nachdenken anregen: In einer Welt, die durch kulturelle und sprachliche Vielfalt geprägt ist, sollten Toleranz und gegenseitiger Respekt selbstverständlich sein und die Gemeinsamkeiten betont werden. Unsere Welt ist bunt und wir alle sind unterschiedlich und dennoch lachen wir in derselben Sprache und wünschen uns gegenseitige Achtung und ein harmonisches Miteinander.

Dieser Wunsch spiegelt sich im Motto des Musicals wieder: „Es ist nicht wichtig, wer oder was wir sind – sondern wie wir miteinander umgehen. Und Felicitas, woher du auch kommst, wichtig ist nur, du bist unsere Freundin und jetzt bei uns zu Haus!“

 

 

 

Wir sind Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und feiern ein großes Friedensfest

Wir sind Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und feiern ein großes Friedensfest

Am 07. Oktober 2022 konnten wir mit vielen Gästen etwas Großartiges feiern: Wir sind nun offiziell eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

„Was feiern wir eigentlich heute?“ fragte unser Schulleiter Herr Hoppe zu Beginn die Kinder. „Ein Friedensfest!“ kam einstimmig und lautstark die Antwort.

Wir sind eine ganz besondere Friedensschule und eine Schule mit Courage, das heißt mit Mut. Und mit einem ganz lebendigen Herzen wollen wir den Frieden verkünden. 

Martina Westerkamp, Schuldezernentin aus Osnabrück, wendete sich begeistert an die Kinder:

Ihr habt es geschafft: Ihr seid Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage! Das ist ganz wunderbar. Herzlichen Glückwunsch an Euch alle dafür! Das heißt, hier in Eurer Schule gibt es nicht wir und die anderen, hier in Eurer Schule gibt es nur das Wir! Ihr wollt Euch dafür einsetzen, dass alle Kinder hier die gleichen Rechte haben und die gleichen Pflichten und dass alle fair behandelt werden und gerecht. Schule mit Courage, das heißt, dass ihr Euch dafür einsetzen wollt. Jeder Einzelne von Euch will mutig und unerschrocken sich dafür einsetzen, dass hier an der Schule alle Kinder in Frieden miteinander leben können. 

Frau Westerkamp berichtete, dass den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Deutschland ungefähr 3600 Schulen tragen, davon ca. 400 Schulen in Niedersachsen. „Mehr als zwei Millionen Kinder in Deutschland wollen genauso wie ihr sich jeden Tag dafür einsetzen, dass alle Menschen in Frieden und ohne Diskriminierung und in Freiheit miteinander leben können.“, lobte sie. 

Vor der Übergabe der Urkunde und des Schildes an Herrn Hoppe und an unseren Paten Mika Springwald wies Frau Westerkamp darauf hin, was es bedeutet, dass wir jetzt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sind: 

Jedes einzelne Kind hier an dieser Schule hat jetzt eine Verpflichtung. Jedes einzelne Kind will sich dafür einsetzen, Rassismus zu überwinden. Jedes einzelne Kind verpflichtet sich, nicht wegzuschauen, wenn Menschen ungleich oder unfair behandelt werden. Jedes einzelne Kind in dieser Schule verpflichtet sich, alle Menschen mit Achtung und Respekt zu behandeln und jedes Kind verpflichtet sich, einmal im Jahr an einem Projekt teilzunehmen. 

Mit einem eigenen bunten „Vielfalt leben“-T-Shirt und einem Geschenkkörbchen hieß Herr Hoppe unseren Paten Mika Springwald „als Teil unserer Grundschul-Family“ willkommen:

Mit den Worten „Ich bin richtig stolz auf Euch!“ begann Pastorin Andrea Wolters ihre Ansprache. Sie erzählte von ihren Überlegungen, wo in der Bibel etwas „gegen Rassismus“ steht und verwies auf die Geschichte vom barmherzigen Samariter und sprach im Anschluss einen Segen:

Der Herr segne Euch, dass ihr den Mut nicht verliert, Euch einzusetzen mit Courage und gegen Rassismus. Der Herr behüte Euch, dass sich Euer Engagement lohnt für Eure Schule, für unser Dorf, für unsere Stadt und für die Welt. Und der Herr gebe Euch Frieden. Er gebe seinen Geist in Eure Herzen, damit Frieden sich ausbreitet, hier und überall. 

Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann gratulierte zur Auszeichnung und bedankte sich bei den Kindern für ihre Aufführung. Den Erwachsenen – dem Kollegium und den Eltern – dankte er für ihr Engagement und dass sie es möglich gemacht hätten, dass unsere Schule als erste Grundschule in Bramsche „Schule ohne Rassismus“ werden konnte. „Dass das wirklich im ganzen Ort lebt und dass das ein ganz großer Kreis ist der Menschen, die sich daran beteiligen […] ist ganz wunderbar zu sehen.”, betonte der Herr Pahlmann.

Klaus Dierker, Präsident der Landesaufnahmebehörden in Niedersachsen, freute sich mit uns über die Auszeichnung und auch darüber, dass ein Schild nicht nur an unserem Schuleingang hängen wird, sondern auch am Schulgebäude in der LAB Hesepe. Er berichtete von der Entwicklung der Schule in der LAB und von seinen positiven Eindrücken, wenn er den dortigen Unterricht besuchte. Abschließend richtete er noch einen Appell an die Erwachsenen: „Wahren Sie Ihre Resilienz gegen alle antidemokratischen Strömungen, die unterwegs sind. Geben Sie das Ihren Kindern mit! Die machen das so toll!“

Hesepes Bürgermeisterin Ulrike Fänger bescheinigte den Kindern: „Wenn man Euch braucht, man kann auf Euch zählen. “ und beglückwünschte uns zur Auszeichnung. Da Herr Hoppe dann verriet, dass Frau Fänger am Tag unseres Friedenfest Geburtstag hat, gab es noch ein Geburtstagsständchen von allen Anwesenden. 

Dank Herrn Pfeilsticker von der Sparkasse Bersenbrück schmücken nun zwei wunderbar bunte Bänke mit der Aufschrift „WIR FÜR HIER. Gemeinsam für Vielfalt, Toleranz und Respekt“ unseren Schulhof. Da war unser Fest doch ein passender Anlass, um ihm für die Unterstützung zu danken. 

Die beiden Bundestagsabgeordneten Anke Hennig und Feliz Polat fanden ebenfalls viele anerkennende Worte und luden die Kinder zu Besuchen in ihr Büro in Bramsche ein.

Ein großes Dankeschön ging an Frau Altıntaş und Frau Uhlenkamp von „Demokratie leben! in Bramsche“, die unserer Schule schon oft mit Rat und Tat zur Seite standen. Frau Altıntaş hatte dann noch eine große Überraschung parat: Ein Eiswagen! 

Mit dem Lied „Wir ziehen in den Frieden“ endete der offizielle Teil der Veranstaltung und die Kinder durften sich das versprochene Eis abholen.

Die tollen Auftritte der Kinder während der Veranstaltung finden sich im Video im Artikel zur Aktion „Niedersachsens Schulen. Klar für Frieden“

1. Projekt für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit dem Künstler Mika Springwald

1. Projekt für „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ mit dem Künstler Mika Springwald

Klasse 4 / Frau Bührmann

Eine ganz besondere Ehre war es den Kindern der Klasse 4 gemeinsam mit dem Künstler und zukünftigen Schulpaten der GS Hesepe Mika Springwald ein Kunstprojekt anlässlich der Verleihung der Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gestalten zu dürfen . Und das Ergebnis ist ein echter Eyecatcher!

Vanessa: „ Wir sind bunt und wir wollen alle in Frieden leben!“
Sarah : „ Die Tauben stehen für Hoffnung und Frieden!
Milian : „ Die Grundschulkinder aus Hesepe schicken die Friedenstauben in alle Länder dieser Erde!“
Darian : „ Der Regenbogen ist auch am Himmel zu sehen! „

So ganz nebenbei hat Herr Springwald den Viertklässlern den Umgang mit Farbspraydosen beigebracht, was alle fasziniert hat.

Eine rundum gelungene Aktion, die das bevorstehende Friedensfest der Grundschule Hesepe bestimmt in ein noch bunteres Licht rücken wird.

Schul-T-Shirts und ein Patenonkel

Schul-T-Shirts und ein Patenonkel

Gerade erst am Montagabend vom Meer zurück gekehrt, gab es am Dienstag, den 12.07.2022 ein weiteres Highlight für unsere Schulgemeinschaft: Ein „Freundschaftsfest“ mit Liedern und Tänzen anlässlich der Aufnahme unserer Schule in das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.

Um das zu feiern und unser WIR-Gefühl und unseren Zusammenhalt als Gemeinschaft auch nach außen darzustellen, haben wir Schul-T-Shirts mit einem passenden Bild („Vielfalt zeigen“) anfertigen lassen.

Ein großes Dankeschön geht an das Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (vertreten durch die Stadt Bramsche) und unseren Förderverein, die den Kauf der T-Shirts ermöglicht haben. 

Mit dem Eintritt in das Netzwerk steht unserer Schule hat nun auch ein „Patenonkel“ (O-Ton Herr Hoppe) zur Seite: der Künstler Mika Springwald. Dieser nahm gemeinsam mit Stefanie Uhlenkamp und Ese Altintas von „Demokratie leben!“ an unserem kleinen Fest teil. Es gab sogar Geschenke für Klein und Groß:

Und was gehört noch zu einer guten Feier? Na klar: Eis für alle!

Die offizielle Veranstaltung mit vielen geladenen Gästen wird nach den Sommerferien stattfinden. Ein Termin steht noch nicht fest. 

 

Unser Schulsporttag 2022

Unser Schulsporttag 2022

Im letzten Jahr fand unser Schulsporttag zum ersten Mal in Kooperation mit dem SV Hesepe/Sögeln auf dem Gelände des Vereins statt. Mit einem Kooperationsvertrag besiegelten Herr Hoppe und Herr Derks vom Sportverein, dass dieses gemeinsam durchgeführte Sportfest zur Tradition werden soll.
 
Am 08.07.2022 war es dann erneut soweit: 
Morgens liefen alle zusammen zum Sportplatz an der Ostlandstraße, wo sich dann auch die Kinder aus der Sprachlernklasse der Landesaufnahmebehörde mit ihren Lehrern dazu gesellten. 
 
Für ca. 90 Kinder begann der sportliche Tag mit dem Aufwärmen zu Musik und dann ging es auch schon los zu den einzelnen Stationen: Sprint, Ausdauerlauf, Weitsprung und Werfen. Das Besondere: die Ergebnisse der Kinder zählen für die Bundesjugendspiele und für das Sportabzeichen. Zusätzlich konnten sich die Kinder auch wieder bei der Tennisabteilung und beim Fußball ausprobieren.
 
Am Ende des Tages konnten in den Klassen 1 bis 4 viele sportliche Erfolge verzeichnet werden:
  • 27 Teilnehmerurkunden
  • 23 Siegerurkunden
  • 22 Ehrenurkunden
Aber es ging an diesem Tag nicht nur um die sportlichen Ergebnisse, sondern auch um das Miteinander. Die KlassenkameradInnen wurden angefeuert, man freute sich gemeinsam über tolle Ergebnisse und beim Langlauf liefen die schnelleren Kinder zur Motivation weitere Runden mit. 
 
Vielen Dank an alle, die diesen rundum gelungenen Tag mit viel Sport, Spaß und Spiel möglich gemacht haben!
 
Das gefällt mir, das muss aufhören – Klassenrat in der Klasse 2b

Das gefällt mir, das muss aufhören – Klassenrat in der Klasse 2b

Im Schulalltag und im täglichen Zusammensein beschäftigen sich die Kinder der Klasse 2b häufig mit sozialen Fragen. Manchmal gibt es Streit und eine Lösung muss her. Manchmal haben die Kinder gute Ideen, wie es in unserer Klasse noch besser laufen könnte oder was wir noch verändern könnten. Aber immer wieder kommt es zu Situationen, die Raum und Zeit brauchen, um gemeinsam besprochen zu werden.

Da unsere Schule eine „Freundschaftsschule“, eine „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ werden möchte, bot es sich umso mehr an, den Kindern diesen Raum fest zu geben und verbindliche Zeiten im Unterrichtsgeschehen zu verankern, in denen alles besprochen werden kann, was unsere Klasse gerade so beschäftigt. Deshalb halten wir in unserer Klasse nun wöchentlich einen Klassenrat ab.

Zunächst musste einmal geklärt werden, was ein Klassenrat überhaupt ist: Hier können alle Themen besprochen werden, die die Klasse betreffen, von Streitigkeiten über Ideen für den Unterricht bis hin zu Wünschen für Ausflügen. Um alle Themen über die Woche zu sammeln, haben wir in unserer Klasse einen schönen Briefkasten aufgestellt, in den die Kinder die ganze Woche über verschiedene Zettel einwerfen können: blaue Zettel mit der Aufschrift „Das gefällt mir“, orange Zettel mit der Aufforderung „Das muss aufhören“ und gelbe Zettel mit dem Satz „Ich habe eine Idee“. Schnell füllt sich wöchentlich der Briefkasten und freitags ist es dann immer so weit: Er wird geleert.

Bevor es das erste Mal losging, haben wir natürlich Regeln für den Klassenrat vereinbart und gemeinsam unterschrieben, wie zum Beispiel, dass jeder Schüler aussprechen darf und wir freundlich zueinander sind, auch wenn wir eine andere Meinung haben.

Jede Woche verteilen wir verschiedene Ämter an die Kinder in unserer Klasse. Der Vorgänger darf jedes Mal seinen Nachfolger bestimmen. Es gibt einen Moderator, einen Schriftführer, einen Zeitwächter, einen Regelwächter und natürlich die übrigen Kinder, die sich im Klassenrat aktiv zu Wort melden, Beschwerden vorbringen, Ideen teilen.

Zu Beginn jedes Klassenrates schauen wir gemeinsam, ob die Vereinbarungen, die wir in der letzten Woche schriftlich festgehalten haben, auch eingehalten wurden oder ob wir noch weiter daran arbeiten müssen. Am Ende jedes Rates stehen neue Vereinbarungen für die kommende Woche. Bisher haben sich die Kinder unter anderem schon vorgenommen, weniger zu streiten, Provokationen von Mitschülern zu ignorieren oder bei Stopp aufzuhören. Auch wollen alle üben, nicht in den Unterricht reinzurufen, sondern sich immer zu melden, was vielen Kindern schon prima gelingt.

Nach der kurzen Zeit, in der wir den Klassenrat nun abhalten, sind die Kinder schon selbstständiger im Klären von Problemen geworden. Auch der Unterricht wird entlastet, wenn es eine feste Zeit gibt, in der mögliche Streitigkeiten oder Unzufriedenheiten geklärt werden können. Somit sind wir schon einen kleinen Schritt weiter auf dem Weg, eine Schule der Freundschaft und des Verständnisses zu werden.

Sportabzeichenverleihung

Sportabzeichenverleihung

Am Sonntag, den 15.05.2022, lud unser Sportverein alle Teilnehmer des Sportabzeichens zur Verleihung in unsere Mensa ein. Bei Kaffee, Kuchen und frischen Getränken wurden die Leistungen der Erwachsenen, vor allem aber auch der Kinder unserer Schule gewürdigt.

Bald ist es schon wieder so weit, denn am Freitag, dem 08. Juli, haben wir wieder unser gemeinsames Sportfest von Schule und SV Hesepe-Sögeln geplant.

Dann wird wieder um die Wette gelaufen, geworfen und gesprungen, so dass wieder viele Kinder ihre Prüfung für das Sportabzeichen ablegen und gleichzeitig an den Bundesjugendspielen teilnehmen können.

Vielen Dank an dieser Stelle nochmals und schon im Voraus an alle Beteiligten des Sportvereins, allen voran an Thomas Derks, den Vorsitzenden, für die super Koordination, und an Nanette Wolf und Carmen Derks für die Vorbereitung und Auswertung durch die gesamte Sportabzeichenabteilung.

Wahl zum Projekt „Courage zeigen – Demokratie leben“ – Klasse 2a

Wahl zum Projekt „Courage zeigen – Demokratie leben“ – Klasse 2a

Unsere Schule hat sich im Frühling 2022 entschlossen, eine Aufnahme in das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zu beantragen. Für die Aufnahme müssen mindestens 70% der Schulgemeinschaft in einer demokratischen Wahl zustimmen. Kindgerecht wurde die Selbstverpflichtung mit allen besprochen und dann gewählt. 

Die gesamte Klasse 2a ist sich sicher: “Ja wir wollen eine Freundschaftsschule sein und werden.“

„Wir sind Kinder, alle Kinder einer Welt und wir wollen alle glücklich sein! Laden dich doch jetzt ein, lass die Sonne in dein Herz hinein.“ (V. Rosin)

Unser Buchprojekt „Welche Farbe hat die Freundschaft?“ hat uns sehr begeistert und uns dazu angeregt ein eigenes kleines Fingertheaterstück zum Thema Freundschaft auszudenken.

Projektwoche in der LAB

Projektwoche in der LAB

Im Grundschulbereich der Landesaufnahmebehörde Bramsche-Hesepe (LAB), einer Außenstelle unserer Grundschule, führten wir in der Kalenderwoche 47 eine Projektwoche durch. Sie stand unter der Überschrift: „Woche der Demokratie“. 

Die SchülerInnen der dortigen Sprachlernklasse 1/2 beschäftigten sich im Projekt „Kinder der Welt“ mit der Herkunft und kulturellen Vielfalt ihrer MitschülerInnen. Die Kinder der Sprachlernkasse 3/4 behandelten mit dem Projekt „Ich bin wie Du“ das Thema Ausgrenzung und Diskriminierung. 

Die Projekte konnte dank der Unterstützung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (vertreten durch die Stadt Bramsche) durchgeführt werden.

Zum Einstieg in die jeweiligen Projekte schauten wir uns gemeinsam sprachlich einfache Bilderbücher in Form eines „Bilderbuchkinos“ an:

  • „Ich bin wie du / Ich bin anders als Du“
  • „Ich bin fast genau wie Du“
  • „Mix-Max. Kinder der Welt“.

Mit Hilfe einer Dokumentenkamera konnten wir die Bücherseiten großflächig an eine Wand im Klassenraum projizieren, so dass die Bilder für alle Kinder gut sichtbar waren. Auch der auf Grund der sehr engen Unterbringung in der Sammelunterkunft gebotene Abstand untereinander konnte beim Angucken der Bücher so gut gewahrt werden.

Nachdem wir uns die Bücher gemeinsam erlesen und Dinge dazu zusammen erklärt hatten, setzten sich die SchülerInnen in einem zweiten Schritt mit ihrer unterschiedlichen Herkunft und der kulturellen Vielfalt ihrer MitschülerInnen auseinander, um zu verstehen, was sie bei allen offensichtlichen Unterschieden, doch gemeinsam haben. Die älteren SchülerInnen wurden darüber hinaus auch an das Thema „Ausgrenzung und Diskriminierung“ herangeführt.

Verschiedene Bastelangebote und Bastelmaterialien, wie Ausschneidebögen, Scherenschnitte und besondere Buntstifte mit „Hautfarben“, standen zur Verfügung, um anschließend z.B. eigene „Selbstportraits“ zu erstellen oder auch eine „Menschenkette“ zu gestalten.

Am Ende präsentierten sich die SchülerInnen, nochmals unter zur Hilfenahme der Dokumentenkamera, gegenseitig ihre Bastelergebnisse und erstellten Materialien. 

Zur Zeit besuchen SchülerInnen aus 16 verschiedenen Ländern die beiden Sprachlernklassen: Afghanistan, Albanien, Georgien, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Kolumbien, Libyen, Nordmazedonien, Republik Moldau, Saudi-Arabien, Serbien, Syrien, Türkei, Ukraine.

Wählen – wie geht das?

Wählen – wie geht das?

Die Klasse 4 der Grundschule Hesepe hat im September 2021 die niedersächsischen Kommunalwahlen und die Bundestagswahlen mit Interesse verfolgt. Die Ergebnisse wurden mit Hilfe der Tageszeitung gemeinsam besprochen und auch in unserem Sprachbuch fanden wir Beispiele für Torten- und Säulendiagramme. Jetzt im vierten Schuljahr fällt es den Kindern leicht, abstrakte Darstellungsformen wie Diagramme zu lesen.

Nun haben wir in der letzten Novemberwoche im Rahmen der Projektwoche zum Thema „Demokratie“ unsere neuen Klassensprecher gewählt. Dank der finanziellen Unterstützung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (vertreten durch die Stadt Bramsche) konnten wir für unser Projekt „Klassensprecherwahl“ eine Dokumentenkamera anschaffen und unsere Wahl mit einer „richtigen“ Wahlkabine realistisch gestalten. 

Die Wahl

Die Begriffe Allgemeinheit, Unmittelbarkeit, Freiheit und Gleichheit lassen sich zum größten Teil auch auf unsere Klassensprecherwahl anwenden. Allerdings hatten wir dieses Mal nicht so viele Kandidaten, da die Klassensprecher der letzten beiden Jahre nicht wieder antreten dürfen. Die ehemaligen Klassensprecher wurden nun zu Wahlhelfern, die natürlich auch wahlberechtigt waren.

Das gültige Ausfüllen der Wahlzettel wurde mit Hilfe der Dokumentenkamera erklärt. Jedes Kind hatte drei Stimmen für den Klassensprecher und drei Stimmen für die Klassensprecherin. Es gab zwei Wahlzettel, sie waren genau abgezählt. Alle hatten genau verstanden, was es bedeutet, wenn die Stimmen gebündelt und nicht verteilt wurden.

Im Nebenraum wurde ein kleines Wahllokal mit Wahlkabine eingerichtet, immer von Wahlhelfern betreut. Die Durchführung der Wahl hat allen viel Spaß bereitet. Allerdings gab es bei der Auszählung so viel Spannung, dass es an den Nerven der Kandidatinnen und Kandidaten zerrte. Britta übernahm an der Dokumentenkamera für alle sichtbar die Auszählung. Yusa und Hanna überwachten das Öffnen der Urnen. Es stellte sich heraus, dass noch eine Stichwahl nötig sein wird. Diese wurde dann in Abwesenheit der Kontrahenten per Handzeichen durchgeführt. Unsere neue Klassensprecherin heißt Zoe und unser Klassensprecher Erik. Die beiden haben die Wahl angenommen. Herzlichen Glückwunsch!