Autor: Frau Wellmann

Offroad und on the road durch Deutschlands letztes Abenteuer

Offroad und on the road durch Deutschlands letztes Abenteuer

Am Mittwoch, den zweiten Juni 2021, hat die Klasse 3 eine wunderschöne Fahrradtour durch Sögeln gemacht. Im ersten Schuljahr hatte die Klasse Wandertage dazu genutzt, durch Hesepe zu laufen und bei jedem Kind einmal zu schauen, wo es wohnt. Nur die beiden Sögelner Kinder konnten nicht besucht werden. Der Weg war zu weit. „Das machen wir dann mit dem Fahrrad im 3. Schuljahr“, hatte Frau Wellmann die Kinder vertröstet und im Stillen gedacht: Das machen wir wohl erst im 4. Schuljahr, wenn alle ihre Radfahrprüfung bestanden haben.

Ida hatte aber darauf bestanden, dass Frau Wellmann Wort hält. Und da alle im Szenario B intensiv Verkehrsunterricht und ein paar praktische Fahrprüfungen gehabt haben, konnten wir es wagen.

Zu Sicherheit wurde die Klasse von zwei Elternvertreterinnen und Herrn Hoppe begleitet.

Der Ausflug war wunder- wunderschön. Mehr als 12 Kilometer ging es kreuz und quer durch das malerische Sögeln. Bei Jonas und Ida wurden wir gastfreundlich mit Speis und Trank versorgt, es gab Kaninchen zu besuchen und junge Hühner auf den Arm zu nehmen.

Viel Spaß hatte die Klasse beim Offroad-Biken über Waldwege. Einige kamen sehr ins Schwitzen, andere konnten nicht genug bekommen und forderten im Chor: „Keine Pause! Keine Pause!“

Aber die Pausen waren dann so abwechslungsreich, dass alle auf ihre Kosten kamen. Bei der Hohe-Haar-Brücke wurden ganze Bäume zerlegt, um Stöckchen unter der Brücke treiben lassen zu können.

Die Mädchen und Jungen der Klasse 3 können stolz auf sich sein, dass sie so eine lange Radtour souverän geschafft haben. Jetzt bekommen sie einen Ausweis, dass sie schon den Schulweg mit dem Fahrrad meistern können.

Britta bekommt Post vom Sams

Britta bekommt Post vom Sams

Die Klasse 3 hat vor einiger Zeit Aufsätze geschrieben. Thema war: Briefe schreiben. Als Hausaufgabe stand im Sprachbuch: Schreibe einen Brief an eine Figur aus dem Fernsehen oder aus einem Buch. Britta hatte sich zu Hause einen Brief an das Sams ausgedacht. Sie schrieb dem Sams, dass ihr die Reime gut gefallen und fragte das Sams, wie alt es jetzt eigentlich sei.

Frau Wellmann las die Hausaufgabe durch und fand den Brief so gut, dass er durchaus abgeschickt werden konnte. Sie hatte in der Zeitung gelesen, dass der Schriftsteller, der sich das Sams ausgedacht hat, als älterer Herr in Deutschland lebt und sich über Fanpost freut.

Tatsächlich konnte man die Adresse von Paul Maar im Internet finden. Jetzt wurde Britta mit einem Briefumschlag und einer Briefmarke versorgt und der Brief landete im Postkasten.

Es dauerte gar nicht lange, da bekam Britta Post vom Sams. Eine richtige Autogrammkarte und das Tollste: Der berühmte Schriftsteller Paul Maar hatte ein Gedicht nur für Britta darauf geschrieben:

Liebe Britta,

du fragst nach dem Alter.

Das ist doch ganz klar:

Ich bin ein Jahr älter,

als ich letztes Jahr war!

Viele Grüße

Dein Sams

Spaß mit Küken

Spaß mit Küken

Die Klasse 3 konnte sich im Mai über ganz besonders netten Besuch freuen. Herr Stuckenberg von der biologischen Station Haseniederung brachte 40 befruchtete Hühnereier mit und die Mädchen und Jungen erlebten 21 Tage, wie das Embryo im Hühnerei wuchs. Dabei wurde viel gelernt und alle hatten eine Menge Spaß und Freude, als die ersten Küken geschlüpft sind. Vom Brutkasten durften die Küken dann in ihren Stall gesetzt werden und alle halfen kräftig mit.

Dann wurden die Küken und ihr Verhalten zwei Tage lang genau beobachtet und jedes Kind hatte sein Lieblingsküken.

Dabei erfuhren sie allerdings auch, dass Küken und Hühner hier bei uns nicht immer ein schönes Leben haben und leider auch ein sehr kurzes. Und auch von den befruchteten Eiern könnten nicht alle Küken schlüpfen und überleben.  Der Moment, als die Küken aus ihren Eiern schlüpften, konnte die rote Gruppe live miterleben. Es war sehr beeindruckend.

Wir sind alle sehr froh, dass Herr Stuckenberg die kleinen Lieblinge in einen großen Garten unter Bäume setzt, wo sie nach Herzenslust kratzen und alt werden dürfen.

Frau Wellmann sagt an dieser Stelle herzlichen Dank an Herrn Stuckenberg, der einige Zusatzstunden in der Klasse verbracht hat und uns zu Hühnerfans gemacht hat!

Geschichten der Klasse 3

Geschichten der Klasse 3

Die Klasse 3 weiß schon gar nicht mehr, wie das ist, wenn man mit der ganzen Klasse gemeinsam etwas unternimmt oder erlebt. Beide Gruppen lernen dasselbe, lesen dasselbe, schreiben dasselbe…nur nicht gleichzeitig.

Als wir Eddies Lügengeschichten gelesen haben, hatten alle Spaß. In der einen Geschichte verwandelt Eddie sich in ein Pferd, in einer anderen Geschichte benehmen sich ihre Eltern in den Ferien immer wie Kleinkinder.

Jeder sollte sich überlegen, in was für ein Tier er oder sie sich verwandeln würde. Als Einleitung gab es nur den einen Satz: Eines Morgens wachte ich auf und war ein…
Daraufhin dachten sich alle eine Geschichte aus.

Frau Wellmann war so begeistert von den Ergebnissen der Kinder, dass sie alle Geschichten abgetippt hat und ein „Buch“ für die ganze Klasse daraus gemacht hat.

Die Klasse 3 wünscht euch Spaß beim Lesen!

Zu den Geschichten: KLICK!

Chanukkia-Leuchter kommt nach Hesepe

Chanukkia-Leuchter kommt nach Hesepe

Ein Jahr war der silberne Chanukka-Leuchter zu Gast im Gymnasium Bersenbrück. Nun wandert er weiter in die Grundschule Hesepe. In einer Feierstunde überreichte am vergangenen Dienstag die Klasse 6a die Chanukkia zusammen mit einem Gemälde des Künstlers Alexander Ginsburg an die Viertklässler aus Bramsche.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter Falk Kuntze übernahm die Klasse 6a die weitere Gestaltung der Feier. Sie hatte unter der Leitung ihrer Religionslehrerinnen Anne Zech und Judith Wernke ein Rollenspiel einstudiert. Mit großem Einsatz wurde der Makkabäeraufstand von 164 v. Chr. dargestellt, nach dem der zuvor entweihte Jerusalemer Tempel wieder in Besitz genommen werden konnte. Die Menora, der siebenarmige Leuchter, der immer leuchten soll, hatte nur noch für einen Tag kostbares Lampenöl. Doch durch ein Wunder reichte das Öl für acht Tage, die Weihe des heiligen Ortes war erneuert. Dieses Ereignis als Ursprung des jüdischen Lichterfestes Chanukka, das in diesem Jahr ab dem 2. Dezember, zeitlich übereinstimmend mit der christlichen Adventszeit, beginnt, stellt eine Verbindung dar zwischen der siebenarmigen Menora und der Chanukkia.

Und die Menora, die der Osnabrücker Künstler Alexander Ginsburg in leuchtenden Farben gemalt hat, mahnt als Symbol an die Schrecken der „Pogromnacht“ vom 9. November 1938. Auch darauf bezogen sich die Sechstklässler, und die Gäste aus Hesepe lauschten und verstanden.

Ihre Klassenlehrerin Petra Bührmann dankte in ihrem Namen und begrüßte es sehr, dass die Inhalte des Religionsunterrichts durch diese Feierstunde noch einmal so eine Vertiefung erfahren durften. Ihre Klasse hatte in der vergangenen Woche am Projekt „Judentum begreifen“  teilgenommen, und die Klasse 4 freute sich sichtlich, heute in Bersenbrück Inessa Goldman und Marina Brox von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wiederzutreffen, die dieses Projekt leiten. Frau Goldman ist auch Mitinitiatorin der Tradition der jährlichen Leihgabe und ihr Bruder schuf das Gemälde des siebenarmigen Leuchters.

Freundschaft, Begegnung, gegenseitige Wertschätzung, respektvoller Umgang mit einer anderen Religion, Nachdenken, Lernen: Die Schülerinnen und Schüler erlebten eine intensive Stunde. Es wurde greifbar, dass Lernen aus der leidvollen Geschichte der Juden dazu führt, heutigen Antisemitismus als Bedrohung zu empfinden.

 Zum Abschluss sangen die Heseper unter der Leitung von Anne-Kathrin Wellmann das Abschiedslied „Shalom Chaverim“, und ihr kommissarischer Schulleiter Hansjörg Hoppe übereichte den Bersenbrückern zum Dank einen Korb voll Krapfen, die dem klassischen Chanukkagebäck Sufganiot entsprechen. Die Klassensprecher Danny und Josy trugen stolz die beiden Leihgaben hinaus. Sie werden ein Jahr den Eingangsbereich der Grundschule Hesepe schmücken.